Der Aktionsmonat 2026
ist vorbei – wir sind dankbar über alle die mitgemacht haben
ES REICHT — gemeinsam genug leben!
Der Steiler Berg e.V. und die Bartholomäusgemeinde luden im September 2026 dazu ein, Suffizienz als persönliche, gemeinschaftliche und gesellschaftliche Haltung zu entdecken: „Was bedeutet es, genug zu haben, genug zu sein, genug zu tun?
In Bildungsangeboten, Workshops und kulturellen Formaten bewegten wir vier Wochen lang die Frage, was ein gutes Leben wirklich ausmacht und wie viel eigentlich genug ist.
So wollten wir Wissen, praktische Erfahrungen und Gemeinschaft verbinden und nachhaltige Impulse setzen. Vielen Dank für alle, die dabei waren und vor allem die vielen tollen Angebote!
Thematische Schwerpunkte
Suffizienz wird nicht nur als Nachhaltigkeitsthema, sondern auch in Bezug auf Zeit, Beziehungen, Bildung, Entwicklung und Konsum betrachtet. So soll der Aktionsmonat mit seinen verschiedenen Formaten auch unterschiedliche Zugänge ermöglichen.
Es reicht –
Von Wut und Träumen
Es reicht –
So kann gutes Leben aussehen
Es reicht –
Genug für ein gutes Leben
Was bedeutet Suffizienz?
Suffizienz ist eine von drei zentralen Nachhaltigkeitsstrategien, die der Weltklimarat (IPCC) benennt. Während Effizienz darauf abzielt, Dinge besser zu nutzen, und Konsistenz die Produktion durch umweltfreundlichere Technologien verändert, geht es bei der Suffizienz um eine grundlegendere Frage: Wie viel ist genug? Sie lädt uns ein, unsere Bedürfnisse zu überdenken und unser Verhalten anzupassen.
Suffizienz lässt sich aber nicht nur im Blick auf Nachhaltigkeit und Konsum leben, sondern ist auch auf andere Lebensbereiche übertragbar: Was brauchen wir wirklich, um ein erfülltes Leben zu führen?
Kritische Perspektive
Suffizienz bedeutet eine freiwillige Begrenzung von Konsum auf ein Genug. Diese Freiwilligkeit setzt jedoch voraus, dass Menschen das Gefühl haben, ihre Grundbedürfnisse sind abgesichert.
Wenn sie jedoch erleben, dass Sozialleistungen gekürzt werden, Wohnkosten steigen, kommunale Infrastruktur abgebaut wird, Reallöhne stagnieren und die eigene Kaufkraft sinkt, dann wird das Weniger nicht als selbstbestimmte Entscheidung erlebt, sondern als ungewollter Verzicht.
Suffizienz kann nur dann gesamtgesellschaftlich funktionieren, wenn sie auf sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit aufbaut! Sonst können Frustration, Politikverdrossenheit und die Anfälligkeit für populistische Inhalte zunehmen.
Das war unser Programm
Der Aktionsmonat war inspiriert von der Micha Initiative Deutschland, einer christlichen Bewegung für globale Gerechtigkeit. Gestaltet wurde er durch den Steiler Berg e.V. als Ort für soziale Innovation und Gemeinwohl und der Evangelische Bartholomäusgemeinde als Kirche zwischen Aufbruch und Tradition. Wir konnten in verschiedenen Formaten positive Impulse vor Ort setzen, um Verantwortung für sich selbst, seine Mitmenschen und die Umwelt zu übernehmen.

Nachhaltig leben: Grüne Spinnerei oder einfach normal?
Donnerstag, 03.09.2026,
18:30 bis 20:30 Uhr

Alle Farben – Musik und Spoken Word
Freitag, 04.09.2026,
18 Uhr

Gottesdienst „Träumen“
Sonntag, 06.09.2026,
10 Uhr

Collagen gestalten – Träume in Papier
Montag, 07.09.2026
17 bis 20 Uhr

Die Fülle, die bleibt.
Mittwoch, 09.09.2026,
17 bis 20 Uhr

Wut als Kraft für Veränderung
Freitag, 11.09.2026,
17:30 bis 20:30 Uhr

Gottesdienst „Glaubenssätze“
Sonntag, 13.09.2026,
10 Uhr

Flohmarkt
Sonntag, 13.09.2026,
11 bis 16 Uhr

Slowflowers – Soulflowers: Blumen mit Haltung
Dienstag, 15.09.2026,
17 bis 19.30 Uhr

Kleidertausch am Peißnitzhaus
Samstag, 19.09.2026, 11 bis 18 Uhr

Gottesdienst „Veränderung ist möglich“
Sonntag, 20.09.2026,
10 Uhr

Verschoben! Textiles Reparaturcafé
Montag, 21.09.2026,
16 bis 19 Uhr

Wie entsteht das Gefühl „genug getan“ zu haben?
Donnerstag, 24.09.2026,
18 bis 21 Uhr

Gottesdienst „Ekklesia bin ich“
Sonntag, 27.09.2026,
10 Uhr

Spoken Word Workshop zwischen Wut und Hoffnung
Mittwoch, 30.09.2026,
16 bis 19 Uhr

Abgesagt! Kreatives Kochen mit zu rettenden Lebensmitteln
Donnerstag, 01.10.2026,
18.30 bis 21.30 Uhr

Gemeinschaftlich Wohnen – nachhaltig Leben
Freitag, 02.10.2026,
18 bis 20 Uhr

Gottesdienst „Erntedank“
Sonntag, 04.10.2026,
10 Uhr
FAQ
Kostet das was?
Nein. Durch die Förderung von Revierpionier sind alle Veranstaltungen für dich kostenlos. Getränke und Snacks kannst du auf Spendenbasis erwerben.
Gibt es Essen und Trinken?
Ja. Es gibt kostenfreies Leitungswasser vor Ort. Alkoholfreie Getränke und Snacks können auf Spendenbasis erworben werden.
Ist der Ort barrierefrei?
Nein, der Veranstaltungsort ist nicht vollständig barrierefrei. Der Zugang zum Seminarraum erfolgt über zwei Treppen – hierfür steht eine mobile Rampe zur Verfügung. Der Innenhof ist ebenerdig und frei zugänglich. Die Toiletten sind nicht rollstuhlgerecht und nur über zwei Treppen erreichbar. Bei Fragen oder individuellem Unterstützungsbedarf kontaktieren Sie uns bitte vorab.
Werden Fotos gemacht?
Ja. Wir machen während der Veranstaltungen Fotos die wir ggf. auf Social Media veröffentlichen und zur Dokumentation verwenden. Dafür liegen Listen aus, in die du dich eintragen kannst, wenn du der Veröffentlichung zustimmst. Wenn du nicht fotografiert werden möchtest, dann sprich bitte die Workshopleitung oder eine verantwortliche Person an.
Spielt der christliche Glauben eine Rolle?
Mal mehr, mal weniger. Die Angebote werden von ganz unterschiedlichen Menschen gestaltet, die mal mehr, mal weniger mit Kirche zu tun haben. Der STEILER BERG e.V. steht der Ev. Bartholomäusgemeinde durch seine Entstehungsgeschichte nahe, ist aber ein eigener Verein.
In welche Sprache finden die Angebote statt?
Darf mein Hund mit?
Ja, dein Hund darf ins Haus. Achte dabei aber bitte auf deine Mitmenschen und ihre Grenzen.
Was ist euch wichtig für die Veranstaltungen?
Wir, der Steiler Berg e.V., wollen, dass unsere Gäste, Mietenden und Angestellten bei uns jederzeit sicher, wohl und geschützt sind. Darum beachte bitte folgende Grundsätze:
◦ Respektiere die Grenzen anderer Menschen.
◦ Akzeptiere Menschen, die anders sind als du. Vielfalt macht das Leben spannend.
◦ Toleriere keine Form von Diskriminierung, Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Ableismus (Abwertung eines Menschen aufgrund von körperlichen, psychischen oder kognitiven Behinderungen) oder Ageismus (Abwertung von Menschen aufgrund des Alters).
◦ Achte auf eindeutige Signale deiner Mitmenschen.
inspiriert von der Initiative Micha Deutschland

organisiert von
Steiler Berg e.V.

in Kooperation mit
Bartholomäusgemeinde

im Rahmen der
Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit